Gummikompensatoren / Compensateurs en coutchouc - 2021 - Juli

Einbauhinweise Notice d‘installation www.torgen.com 50-34 Gummikompensatoren Typ EJR Gummikompensatoren sind aufgrund ihrer beweglichen Elemente und Mechanismen empfindlich gegenüber Beschädigungen aller Art und Fehlbelastungen im Betrieb. Zum sicheren Betrieb eines Kompensators und damit der gesamten Anlage bzw. des Druckgerätes sind die folgenden Hinweise und Vorschriften aufmerk- sam und vollständig zu lesen und unbedingt zu befolgen bzw. einzuhalten. Sollten diese nicht zweifelsfrei sein oder vollständig erscheinen ist in jedem Fall Rücksprache mit Torgen GmbH zu nehmen. 1. Montage-/Einbauvorschrift, Inbetriebnahme 1.1 Kompensatoren dürfen nur von geschultem Montagefachpersonal eingebaut und in Betrieb genommen werden. Für den sicheren Betrieb ist eine sach- und fachgerechte Montage Voraussetzung! 1.2 Vor der Montage ist die Verpackung vollständig zu entfernen und der Gummikompensator auf eventuelle Transport- und /oder Lagerschäden zu untersuchen und besonders der Spalt zwischen Stahlhinterlegflansch und Gummibalg zu säubern. Bei einer Reinigung des Gummibalges dürfen weder Lösungsmittel noch schaf- kantige Hilfsmittel wie Drahtbürsten o.ä. verwendet werden. Die Reinigung kann mit einer milden Seife und warmen Wasser erfolgen. Nur uneingeschränkt einwandfreie Kompensatoren dürfen montiert werden! Im Zweifelsfall ist Rücksprache mit Torgen GmbH zu nehmen! 1.3 Die Baulücke in der Rohrleitung muss der empfohlenen Einbaulänge der flexiblen Rohrverbindung entsprechen. Die Anschlussrohrleitungen müssen genau fluchten und sicher geführt sein, es sei denn, dass aufgrund von geplanter Vorspannung ein lateraler oder angularer Versatz bei gleichnamiger Kompensations- art im Einbauzustand gewollt ist. 1.4 Kompensatoren dürfen nicht auf Torsion beansprucht werden. Die Schraubenlöcher müssen im einge- bauten Zustand fluchten. 1.5 Zwischen zwei Festpunkten darf nur ein Kompensator eingebaut werden. Die Ausdehnung der Strecke zwischen diesen beiden Festpunkten muss kleiner sein als die maximal mögliche Dehnungsaufnahme des Kompensators gemäss der zugehörigen Zeichnung. 1.6 Den Kompensator möglichst nahe an einem Festpunkt montieren, da dann nur ein Gleitlager auf der anderen Seite des Kompensators erforderlich ist; ansonsten ist beidseitig ein Gleitlager notwendig. Abstand der Lagerungspunkte zum Kompensator ca. 2 x Nennweite (DN). Ein Aussenschutzrohr oder ein inneres Führungsrohr beim Kompensator ersetzen kein Gleitlager und keinen Festpunkt! 1.7 Die Festpunkte und Gleitlager sind durch einen Fachingenieur bzw. Statiker für die maximal auftretenden Kräfte und Momente auszulegen und zu bemessen. Die Gleitlager sind im Führungsteil entsprechend lang genug auszuführen, um ein Verklemmen zu vermeiden. Wenn keine Festpunkte vorgesehen werden können oder die Stabilität der anderen Armaturen nicht ausreicht, müssen die auftretenden Reaktionskräfte durch zusätzliche Längenbegrenzer aufgenommen werden. 1.8 Grundsätzlich ist beim Einbau aller Typen von Kompensatoren darauf zu achten, dass sich keine Rohr- spannungen als Torsion auf den Kompensator auswirken können. 1.9 Bei Kompensatoren mit innerem Führungsrohr Fliessrichtung beachten! 1.10 Für den Hubtransport den Kompensator in den Flanschbohrungen von Balg und Stahlflansche beidsei- tig einharken und gleichzeitig anheben. 1.11 Druck- und Dichtigkeitsprüfung des Systems erst vornehmen, wenn Festpunkte und Führungslager ordnungsgemäss montiert sind.

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